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Katze Mama Clochy – Und wer entscheidet über Leben oder Tod? Der Mensch oder sein Tier?
Mama Clochy war die letzte Katze, die nach unserem Umzug im Jahr 2017 nach Baldegg plötzlich vor dem Stall sass. Sie war völlig zerzaust und hatte einen dicken, verwurmten Bauch. Wir schätzten sie auf etwa elf bis zwölf Jahre. Sobald sie mich oder einen anderen Menschen sah, rannte sie davon, selbst wenn wir noch weit entfernt waren. Erst ein Jahr später, als sie sechs Kätzchen zur Welt brachte, verlor sie allmählich ihre Scheu und wurde von Jahr zu Jahr zutraulicher. In den letzten zwei Jahren ihres Lebens auf Erbsrüti durfte ich sie sogar streicheln. Und nicht nur ich, sogar mein Mann Eric, der sonst selten das Vertrauen scheuer Katzen gewinnt.
Normalerweise bin ich fürs Kastrieren. Doch sie konnte ich nie einfangen, und so gab ich ihr während ihrer „heissen Tage“ die Pille. 2022 wurde sie trotzdem wieder trächtig, weil ich mit der Pille etwas zugewartet hatte. Im Mai dieses Jahres brachte sie zwei kleine Buben zur Welt, die sie unglaublich liebevoll aufzog. Jeden Tag bin ich dankbar, dass diese zwei lustigen, robusten Kater, Reza und Musil, bei uns sind. Sie waren es auch, die Mama Clochy in den kalten Tagen abwechselnd wärmten, indem sie sich unter sie kuschelten.
Doch ihre Sinne liessen immer mehr nach. Sie hörte kaum mehr, schliesslich gar nichts mehr, und sah nur noch wenig. Aber sie wusste genau, was sie tat und wohin sie ging. Sie kannte ihr Umfeld wie wir unsere eigenen Hosentaschen. Tagsüber sass sie auf dem Bänkli vor dem Stall und beobachtete die Vögel. Sie ging weiterhin aufs Feld, um Mäuse zu jagen. Ob sie je eine fing, konnte ich nicht sagen, doch sicher brachte die eine oder andere Katze ihr mal eine in den Stall. Sie begrüsste übrigens jede Katze liebevoll und schleckte ihr über die Stirn, selbst meiner.
Der Bauer machte seine Witze. Für mich war jedoch klar: Solange Mama Clochy frisst und ihr Zuhause geniessen kann, darf sie so alt werden, wie es für sie stimmt.
Letzten Winter begann sie ab und zu zu husten und brauchte noch mehr Wärme ihrer Familie. Auch die zwei älteren Töchter, Lani und Fini, schliefen oft eng an sie gekuschelt. Alles in allem kam sie aber gut mit ihren Schwächen zurecht. Da sie noch nie in ihrem Leben einen Tierarzt gesehen hatte – das wäre für sie ein absoluter Schock gewesen – pflegte ich sie selbst. Mit Homöopathie konnte ich ihr zum Glück Erleichterung verschaffen, sodass sie wieder für ein paar Wochen hustenfrei war. Sie genoss meine Hände auf ihrem Körper und dass ich viel mit ihr sprach. Manchmal musste ich weinen: Was, wenn sie nicht mehr da ist? Immer wieder dankte ich ihr und fühlte mich mit ihr in einer Art Komplizenschaft verbunden. Oft sagte ich: „Das schaffen wir, wir zwei Mamis!“ Sie hat mir so viel geschenkt. Insgesamt leben sechs ihrer Kinder auf Erbsrüti, und auch die anderen zugelaufenen Katzen, ausser Manucci, müssen irgendwie mit ihr verwandt sein: Onkel, Tanten, Halbgeschwister, Cousins und Cousinen.
Ende Oktober dieses Jahres bemerkte ich, dass sie immer weniger frass. Ich wusste: Diesen Winter wird sie nicht mehr überstehen. Vier Tage vor ihrem Tod nahm sie nur noch den Liquid Snack und Wasser zu sich, und erbrach selbst das. Ich litt mit ihr, und das spürte sie, denn sie versuchte dennoch, ein paar Schritte mit uns zu gehen. Am dritten Tag kam das grosse Aufbäumen. Eric sagte: „Schau, das ist doch Clochy!“ Wir trauten unseren Augen kaum. Sie spazierte zur Hecke in Richtung Schlucht – über 300 Meter weit! Sie verschwand in der Hecke beim Bach. Suchte sie einen Sterbeplatz? Nein, sie kam wieder hervor. Langsam spazierte sie hinauf und setzte sich gemütlich ins Feld. Sie sog alles nochmals in sich auf. Mit dem Feldstecher sah ich, wie ihr Gesicht sich verjüngte, als wäre sie wieder eine junge Katze. Dann kam sie in unseren Garten, sprang mit voller Kraft auf den Kompost und legte sich für eine Siesta auf die Feigenblätter. Danach machte sie eine ganze Runde durch den Garten, immer wieder mit kleinen Pausen. Der anschliessende Weg zum Stall musste ihr letzter gewesen sein. Am nächsten Tag stand sie nicht mehr auf. Als ich mittags erneut zu ihr ging, lag Kätzin Fini bei ihr. Ich streichelte sie und sagte: „Mama Clochy, du darfst jetzt loslassen. Auch wir müssen loslassen, in grosser Dankbarkeit.“
Es kamen drei Miaus aus ihr, die ersten beiden leidend, der dritte ganz zart und erleichtert. Etwas später, als ich nochmals in den Stall ging, war sie friedlich eingeschlafen. Das war am 10. November 2025, ein paar Stunden später verstarb mein Schwiegermami.
Ich habe immer wieder mit Mama Clochy kommuniziert und sie gefragt, ob sie Hilfe braucht oder ob ich einen Arzt holen soll. Ich wollte auf keinen Fall, dass sie leiden muss. Doch sie hat mir klar geantwortet: Nein, ich gehe, wenn ich bereit bin.
Ich gebe zu, ich habe gelitten. Es ist kein schöner Anblick, wenn es einer Katze schlecht geht. Aber wer entscheidet über ihren Tod?
Wir würden ja auch bei einem Menschen nicht eingreifen, ausser mit schmerzlindernden Mitteln. Wenn ein Tier jedoch grosse Schmerzen aufgrund einer tödlichen Krankheit hat, ist eine Euthanasie in den meisten Fällen klar. Ein guter Tierarzt weiss, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist. Doch am Ende entscheidet der Mensch. Ist das richtig?
Szenario: Hätte ich Mama Clochy zuvor zum Tierarzt gebracht, hätte er gefragt: „Wie alt ist sie?“ Ich: „Gegen zwanzig.“ Er: „Ich glaube, es ist besser, sie zu erlösen.“
Meine Gedanken dazu: Sie hätte nie diesen für sie so wichtigen Spaziergang machen können, den grossen Abschied von ihrem irdischen Paradies. Fast zwanzig Jahre muss sie hier auf Erbsrüti gelebt haben: zahlreiche Katzenkinder geboren und in der Natur überlebt haben. Dieser Spaziergang, bei dem sie die Luft und das Licht nochmals in all ihrer Schönheit in sich aufnahm, war entscheidend für das dritte, zarte Miau, das sie mir schenkte, bevor sie für immer einschlief. Weder sie noch ich hätten diese wertvolle Zeit missen wollen.
Was für ein herzerwärmender Anblick aus unserem Stubenfenster! Mama Clochy auf ihrem Bänkli fehlt – und doch bleiben wir miteinander verbunden.
Vor ein paar Tagen erzählte mir übrigens eine Freundin von ihrem alten Kater. Er hatte einen schlimmen Unfall: Beckenbruch. Doch sie wollte abwarten. Der Tierarzt gab Schmerzmittel, und gemeinsam päppelten sie ihn auf. Nach einer Woche stand er aus eigener Kraft auf. Er wollte weiterleben. Zum Glück waren die entscheidenden Nerven unverletzt. Er hinkt jetzt ein wenig, aber sonst geniesst er sein Leben wie zuvor. Geduld und Abwarten sind bei Tieren immer wieder gefragt. Wenn man sein Tier gut beobachtet, in der Stille hinhorcht und ihm eine Frage stellt, spürt jeder Mensch, was für ein Wunsch sein Tier hat. Manchmal vergessen wir, dass nicht nur wir Menschen, sondern auch Tiere eine eigene Verantwortung für ihr Leben tragen. Und wir vergessen, dass Katzen sieben Leben haben, und magische Wesen sind.
Wenn die Tierkommunikation zum Krimi wird
Um die Fasnachtzeit 2023 klingelte das Telefon. Eine sympathische Frau meldete sich bei mir wegen ihres Katers, der seit einer Woche verschwunden war. Ich liess sie wissen, dass ich grad eine Pause mache mit vermissten Tieren, sie aber gerne weiterleiten würde. Oh schade, warum denn? Ich antwortete sehr direkt. Die Tiersuche stelle sich manchmal als ziemlich undankbar heraus, denn unabhängig davon, ob das Tier nun gefunden werde oder nicht, würden die Halter oft einfach nicht bezahlen. Ausserdem werde der ganze Stress leichtfertig auf mich abgeladen, als ob ich für alles verantwortlich wäre. Sie meinte, da müsse ich mir keine Sorgen machen. Stressig sei es bestimmt, aber wie auch immer das Resultat ausfalle, sie werde bezahlen und ganz klar ihre Verantwortung übernehmen. Sie wäre so froh, wenn ich mit ihrem Kater reden würde, da sie mich ja auf Empfehlung hin angefragt habe. «Gut, ich versuche es», versprach ich.
Das Gespräch mit dem Kater war genau so offen wie mit seiner Halterin. Er teilte mir mit, er sei in eine Garage gesperrt worden. Er hätte kaum zu fressen und zu trinken. Er lecke Feuchtigkeit an der Wand. Er wäre sehr hungrig. Durch ein ganz kleines Fenster blicke er nach draussen, sehe und höre Menschen. Zum Glück, denn das vertreibe ihm auch ein bisschen die Langeweile und die Panik, die ihn manchmal überkomme. Er habe fest Angst und wolle nach Hause. Die Garage sei nicht weit von seinem Haus entfernt, soweit er sich erinnern könne, sei es ein gelbes Haus. «Danke, du Süsser, ich leite das gerne deiner Familie weiter, die höchst besorgt um dich ist».
Die ganze Familie suchte ihn, wann immer sie konnte. Sie suchte ihn in der Nähe, aber auch weiter weg. Denn eine Nachbarin meinte, sie hätte den Kater im Dorfzentrum gesehen, was jedoch ganz und gar nicht zu seinen Gewohnheiten passt. Es verstrichen Tage und Nächte, doch weit und breit kein Kater. Eine ganze Woche verging, in der wir alle, ich eingenommen, Albträume hatten, als er plötzlich ganz eingeschüchtert und abgemagert vor seiner Haustüre stand. Es war, als wäre er vom Erdboden verschluckt und wieder ausgespuckt worden. Sichtlich musste er etwas ganz Übles erlebt haben. Ich durfte ihn kinesiologisch austesten und behandeln, so dass er emotional und körperlich schnell wieder auf die Beine kam. Die Halterin erzählte mir, wie sie einen anonymen Drohbrief, dem später noch ein zweiter folgte, erhielt. Darin stand, dass sie alle Glück gehabt hätten, dass der Kater wieder bei ihnen sei. Beim nächsten Mal käme er nicht mehr lebendig zurück. Es ist kaum vorstellbar, dass jemand fähig ist, solch grausame Drohungen auszustossen.
Fast genau ein Jahr später rief mich die Frau erneut an: «Unser Kater ist seit ein paar Tagen wieder verschwunden.» Ich: «Er ist doch wieder am selben Ort wie letztes Jahr, aus Sicht der Katze» Nach meiner kurzen Aussage folgte ein erneutes Gespräch mit dem Kater. Er teilte mir mit, dass er sich wieder in der Garage befinde, ca. 80 Schritte von seinem Zuhause entfernt. In der Garage stehe viel Gerümpel herum und er sehe wieder durch dieses kleine Fensterchen. Er sehe auch immer wieder ein silbriges Auto. Er habe gehört, wie eine tiefe, männliche Stimme sagte: «Denen zeige ich es». Er sagte mir auch, er werde benutzt, um seinen Menschen etwas zu leide zu tun. Ich war ziemlich baff, leitete dies aber unverändert weiter. Noch am selben Abend suchte die Familie alle Garagen in der Nähe ab und tatsächlich hörte die Frau ein quälendes Miauen aus besagter Garage, ca. 80 Schritte von ihrem Haus entfernt. Sie riefen sofort die Polizei, die daraufhin das Tor aufschloss und den Kater befreite. Zum Glück konnte ihn die Frau hören! Ich war so schockiert über all diese Ereignisse, dass ich den ganzen darauffolgenden Tag kaum reden konnte. So etwas darf doch nicht einfach vom Tisch gefegt werden!
Die Polizei sagte der Familie, es wäre schwierig, Klage zu erheben, da keine Beweise vorlägen. Oder weil es sich «nur» um eine Katze handelt? Trotzdem hat die Familie aus einem Gefühl der Gerechtigkeit heraus Anzeige gegen Unbekannt mit Verdacht erhoben. Ich hoffe, dass so etwas nie wieder vorkommt und schon gar nicht ein unschuldiges Wesen benutzt wird. Dass nicht alle Menschen mit Tieren reden können, ist verständlich, aber Menschen mit Menschen?
Was hat meine Katze Biggs? Degenerative Myelopathie – Sehr selten bei Katzen
An einem Abend im Januar 2023 setzte sich unsere Katze Biggs auf meinen Schoss, schaute mich mit grossen Augen und weit aufgerissenen Pupillen an, fast flehend: „Bitte hilf mir!“ Ich gab ihr fürs Erste die Bachblüten-Tropfen Rescue.
In der gleichen Nacht hörte ich plötzlich einen Knall und stand sofort auf. Biggs ist von ihrem Katzenbaum gefallen. Ich beobachtete sie und sah, wie sie beim Einschlafen zuckte, als würde sie von einem Stromschlag in ihrem ganzen Körper überrascht, der so stark war, dass er sie ca. 30 cm in die Luft spickte. In weitem Bogen landete sie auf allen Vieren am Boden. Das war sehr beängstigend. Auch ihre heftigen Pulsschläge und Zuckungen an verschiedenen Orten in ihrem Körper waren äusserst stressig. Wir meldeten Biggs sofort bei der Tierärztin an.
Laut Ärztin war alles normal, das Blutbild perfekt, die Reflexe etc. klar und normal. Auch auf Schmerzen reagierte Biggs nicht. Sollten wir noch mehr herausfinden wollen, müssten wir im Kantonsspital Luzern ein MRI machen lassen, das aber bei Tieren nur unter Vollnarkose durchgeführt werden kann. Ohne Garantie, dass dabei etwas entdeckt wird. Manchmal ist nur eine Art Schatten sichtbar und man weiss trotzdem nicht, um was es sich dabei handelt. Ist es ein Tumor, eine sonstige Beschädigung oder eine Verletzung? Ansonsten gäbe es die Möglichkeit, ihr Antiepilepktika zu geben, da es sich bei ihren Symptomen vielleicht um eine Form von Epilepsie handeln könnte. Oder falls ich das nicht wünschte, wäre auch CBD-Öl oder Zylkene (Ergänzungsnahrungsmittel gegen Stress) einen Versuch wert. Nachdem weder letztere beiden Mittel noch die Homöopathie Hypericum gegen beschädigte Nerven zu einer Verbesserung von Biggs Zustand geführt hatten, testete ich sie kinesiologisch aus. Auf Tumor zeigte der Test nicht an, Sehnen, Muskeln, Knochen, Gehirnwasser, Rückenmark, genetisch…mhm, was könnte das sein? Wir holten uns eine Zweitmeinung einer anderen Tierärztin ein. Doch auch sie hat sowas noch nie gehört oder gesehen.
Ich googelte nochmals und nochmals, Epilepsie, nein, chronische Schlafstörungen, nein, Degenerative Myelopathie (mehrheitlich Hunde betroffen), Lähmungen an den Hinterbeinen, nein. Ich zog Tierkommunikatorinnen bei, Alpträume, Hüfte, Wirbelsäule, eventuell Impfschäden (habe ja nur die Grundimpfungen machen lassen), andere Gifte…was denn? Biggs frass gut und sah sonst gesund aus. Aber sie pulsierte und zuckte weiter. Im Laufe der Zeit habe ich verschiedene homöopathische Mittel, die ich mit meinem Tierhomöopathen diskutiert hatte, ausprobiert. Ausserdem gab ich Biggs Vitamine B Komplexe für starke Nerven, Magnesium und Calcium und in der dunklen Winterzeit Vitamine D. Später probierte ich auch MSM aus, das natürliche Schwefel zur Regeneration von Muskeln und Gelenke. Nichts von all dem hat leider etwas bewirkt.
Ich telefonierte mit einem Neurologen. Natürlich war mir schon im Vorhinein klar, dass es sich bei Biggs Krankheit um eine Form von Nervenbeschädigung handelt, doch Epilepsie stand definitiv ausser Frage. Ich war verzweifelt.
Ich arbeitete weiter mit Biggs. Am liebsten hatte sie meine Massagen und meine Hände an ihrem Körper, aber auch unsere ausgiebigen Spaziergänge mochte sie sehr. Noch konnte sie gehen, doch Hochspringen ging nicht mehr. Auch ihre Stimme verlor sie bald. Wir verstanden uns trotzdem sehr gut, und sie zeigte sich bei all meinen Versuchen immer sehr kooperativ. Sie mauste weiter, auch wenn sie für ihren Ruf als beste Jägerin in der Gegend nur noch wenige Mäuse fing. Aber das stresste sie schon länger nicht mehr. Mein Tierhomöopath fand für sie ein gutes Mittel, das sie ein bisschen entspannter und zuversichtlicher machte. Oxytocinum, das gleichnamige homöopathische Bindungs- und Glückshormon. Für mich war inzwischen klar, Biggs hat so etwas Ähnliches wie Multiple Sklerose, bei Tieren ist die Krankheit unter dem Namen Degenerative Myelopathie bekannt. Ende Sommer bekam Biggs auch Ataxien. Dabei kam es zu Koordinationsstörungen und sie begann zu torkeln und manchmal fiel sie auf die Seite hin. Ihre Hinterbeine verloren zunehmend an Kraft. Überall stellten wir Bretter für Biggs hin, damit sie ihre tollen hohen Orte noch erreichen und nachts zu mir ins Bett steigen konnte.
Dann startete ich nochmals einen Versuch. Ich rief eine erfahrene Tierheilpraktikerin (www.serpa-sana.ch) für Akupunktur an. Sie war es auch, die mich auf die Vital -und Heilpilze aufmerksam machte. „Der Wunderpilz“ Hericium konnte Biggs leider nicht mehr helfen. Auch wenn die Akupunktur sie anfangs gestärkt und zentriert hatte, schritten die Lähmungen nun zügig voran und uns war klar, das nächste Thema wird sein, Abschied voneinander zu nehmen. Ich konnte meine Biggs mit dem so schönen Gesichtchen, den so wachen gelben Augen und dem zärtlichen Blick nicht euthanasieren lassen. Das ging mir einfach gegen den Strich. Als Biggs sich am Sonntag, den 29. Oktober ein Rückzugsplätzli suchte, war ich dankbar dafür. Ich durfte sie durch alle Sterbephasen begleiten, bis zum letzten Atemzug. Das Sterbefasten ist für die Tiere nämlich der natürlichste und schönste Tod, solange sie nicht an Schmerzen leiden. Meine schöne Biggs, geboren am 16. Juli 2014, ist leider schon am 16. November 2023 gestorben.
Meine Tierheilpraktikerin hat in derselben Zeit einen Hund mit genau der gleichen Krankheit wie Biggs behandelt. Obwohl es mich natürlich sehr freut, dass ihn der Vital- und Heilpilz Hericium hilfreich unterstützen konnte (und dies weiterhin tut), macht es mich gleichzeitig auch traurig: Hätte ich Biggs damit helfen können, wenn ich es früher gewusst hätte?
Bei Hunden ist die Degenerative Myelopathie bekannt, hauptsächlich grosse Hunderassen, wie Schäferhunde, Labradors oder Huskys können davon betroffen sein. Aber bei Katzen ist diese Krankheit so selten, dass kein Arzt bei Biggs die richtige Diagnose stellen konnte.
Die Degenerative Myelopathie ist eine genetische, autoimmune und unheilbare Krankheit. Sie kann ein Leben lang still in einem Körper schlummern oder sich ab dem Alter von 5 Jahren langsam und progressiv entwickeln. Oft ausgelöst durch ein starkes emotionales oder körperliches Trauma kann sie aber auch ganz plötzlich ausbrechen. Auch wenn bei dieser Krankheit keine Chance auf Heilung besteht, ist es mit gezielten Therapien durchaus möglich, ihren Verlauf zu verlangsamen oder allenfalls sogar zu stoppen.
ESA mit Kater Ruby
Liebe Irina,
gerne möchten wir dir kurz ein Feedback geben zu Ruby, wie es ihm nach der ESA ergangen ist. Am gleichen Tag nach der Sitzung und auch einen Tag später war er schon bedeutend ruhiger, aber noch etwas „verwirrt“, was da mit ihm passiert ist – er hat uns immer ein bisschen überrascht angeschaut, wenn er sich einfach ruhig hinlegen konnte. 😉 Aber man hat bereits deutlich gemerkt, wie die Nervosität von ihm abgefallen ist und so ist es bis heute geblieben. Er ist viel ruhiger, kann auch in Ruhe einmal neben uns liegen, kann sich plötzlich besser mit sich selber beschäftigen und macht auch sein eigenes Ding ohne gestresst zu sein oder sich ausgeschlossen zu fühlen, wenn ich zum Beispiel einmal die Bürotüre zumache. Allgemein scheint er nicht nur ruhiger, sondern auch fröhlicher und viel weniger gehetzt. Wir erkennen jetzt viel besser, was sein natürlicher Spieltrieb ist und was vorher nervöses und ängstliches Trauma-Verhalten war. In dem Sinne: Die ESA war ein Erfolg und wir danken dir sehr!
Und hier noch ein Foto für dich. 😉
Herzlich,
Sarah & Reto
Hilfe für meinen Hund
Wir alle kennen das Bild vom Hund mit dem Frauchen oder Herrchen, die sich gleichen wie Zwillinge, wäre der Hund ein Mensch oder der Mensch ein Hund. Doch meistens passt sich der Hund dem Mensch an, in ganz seltenen Fällen umgekehrt. Ein einfaches Beispiel: Wenn er es gewohnt ist von Frauchen oder Herrchen viele Guetsli zu erhalten, weil sie oder er sie selber gerne mögen und die Spaziergänge gerade mal bis zur Bäckerei reichen, kann man davon ausgehen, dass beide etwas träge sind.
Wenn der Hund daraus ein gesundheitliches Problem entwickelt und keine Behandlung bei ihm anklingt, kann man sich fragen, warum ist das so? Liegt es am Tiertherapeut, am Hund oder bei seinem Frauchen oder Herrchen selbst? Ein Medikament aus der Schulmedizin kann vielleicht die Beschwerden kurzfristig zum Verschwinden bringen, aber später eventuell noch stärker hervortreten. Ein Mittel aus der Alternativmedizin braucht viel mehr Wirkungszeit. Oft sind mehrere Impulse nötig, um einen gesundheitlichen Schaden, der chronisch geworden ist, zu lindern. Nicht nur das, sondern allem voran ist die Bereitschaft von Frauchen oder Herrchen für eine Veränderung im Alltag notwendig, um ihrem Hund zu helfen. Denn wie ist eine Genesung des Hundes möglich, wenn er weiterhin täglich viele Guetsli erhält und die Spaziergänge bis zur Bäckerei führen, mit Ausnahme vielleicht noch zur nächsten Migros?
Das bedeutet einerseits seine menschlichen Gewohnheiten zu durchbrechen, die einem Tier auf die Länge emotionalen oder körperlichen Stress bereiten können. Anderseits heisst das auch, sich nicht nur auf das Problem zu fokussieren. Zum Beispiel: Der Hund kratzt sich täglich wie verrückt an den Ohren und ich schaue nur diesem Kratzen zu und weiss nicht was ich tun soll. Hilft ihm das?
Damals an der Kunstschule habe ich gelernt, dass die Betrachtung eines Objektes und wie es beleuchtet wird, eine wichtige Rolle für die Wiedergabe des Objektes und sein „Glänzen“ spielt. Obschon es sich immer um dasselbe Objekt handelt, kann das Resultat sehr unterschiedlich ausfallen. Am erfolgreichsten ist das Objekt aus allen Richtungen zu betrachten und seine Materie bis ins Tiefste zu erkennen. So ist es auch beim Tier. Eine bestmögliche Heilung kann nicht nur durch fachliche Kompetenz erfolgen, sondern entscheidend ist, wie betrachtet Frauchen oder Herrchen sein Tier? Wird nur das Ohr, bzw. das Problem betrachtet oder wird es von allen Seiten gesehen? Wird es hell beleuchtet, damit es glänzen darf oder bleibt es im Dunkeln?
Futtertipps für Haustiere
Beim Einkaufen von Tierfutter empfehle ich, unbedingt entweder eine Lesebrille bzw. Lupe oder ein Kind mit guten Augen dabei zu haben. Die Zusammensetzung des entsprechenden Futters ist jeweils so winzig klein geschrieben, dass selten jemand auf die Idee kommt, es zu lesen. Schaut nicht auf das Grossgeschriebene, denn das ist pure Werbung!
Ein hochwertiges, ausgewogenes Futter enthält ca. 60% Fleischanteil und ist frei von Getreide- und Zuckerzusatz. Bei einem Tier mit Glutenintoleranz kann ein solcher Zusatz einige körperliche Probleme hervorrufen wie zum Beispiel Magen-Darm-Beschwerden oder Hautveränderungen. Zudem müssen die Tiere viel mehr davon fressen, bis sie satt werden. Auf die Dauer bedeutet das eine Überbelastung für die Leber und die Tiere werden übergewichtig.
Mein Mann kam kürzlich mit einem Päckli Nassfutter nach Hause und sagte: „Schau mal, alles natürlich und Bio!“ Ich holte sofort die Brille hervor und lese: insgesamt 4 % Fleischanteil. Tja, unsere lieben Katzen sind nun mal keine Vegetarier! Bestenfalls findet ihr die genauen Angaben im Internet. Es lohnt sich, sich gut darüber zu informieren. Bis jetzt durfte ich sicher schon insgesamt 40 Katzen und Hunde kinesiologisch austesten und dabei zeigten tatsächlich ca. 80 % dieser Tiere unter anderem Probleme wegen des Futters an. Unglaublich, nicht wahr?
Auch ich fiel einmal auf die Werbung hinein. Da meine Katzen mit Gardien befallen waren, musste ich unbedingt eine Nahrungsumstellung durchführen. Gardien sind Einzelparasiten und nisten sich im Dünndarm unserer Tiere ein. Sie ernähren sich von Kohlenhydraten und vermehren sich dadurch sehr schnell, was zu starken Entzündungen der Magen-Darmschleimhaut führt. Wenn die Gardien im Magen des Tieres keinen Weizen, Reis oder Zucker usw. vorfinden, verhungern sie. Eine Nahrungsumstellung ist jedoch kein Schleck. Habt etwas Geduld, denn das dauert meistens ein paar Wochen. Schliesslich können wir uns Menschen auch nicht so schnell von süssen Leckerbissen entwöhnen. Hochwertiges Futter ist zwar ein teures Unternehmen, aber es lohnt sich. Meine Katzen haben keine Gardien sprich Durchfall mehr, sind viel weniger anfällig auf andere Parasiten wie Würmer oder Milben und haben ein seidenglänzendes, gesundes Fell. Somit sind auch ein paar Tierarzt-Rechnungen weniger zu begleichen.
Sicher, die natürlichste Nahrung für Katzen sind immer noch Mäuse. Eine Maus besteht aus 58 % Fleischanteil und dem lebenswichtigen Taurin. Im Magen enthält sie ausserdem auch Pflanzenreste wie Gräser, Blätter, Stängel, Knospen, Klee etc. Eine Katze frisst ausser der bitteren Galle meistens die ganze Maus mit Haut und Haar, das heisst Fell und Knochen. Aber was machen, wenn nicht alle gerne Mäuse fressen, wenn der Boden über Wochen festgefroren oder die Katze ein Stubentiger ist? Ich war diesen Winter nahe dran, für eine meiner Hochleistungssportler-Katze im Jagen ein paar Mäuse zu kaufen. So deprimiert war sie.
Zwei ältere Katzen mit mehreren Beschwerden
Irina nimmt sich immer viel Zeit. Mit ihrem Wissen, den verschiedenen Arbeitstechniken, ihrem Einfühlungsvermögen und ihrer positiven Art stand sie meinen 2 Katzen Baci und Bailey und mir zur Seite. Sei das bei ihr zu Hause mit mir als Surrogatperson, bei uns zu Hause oder per SMS. So konnte sie den emotionalen Zustand und die körperlichen Blockaden aufdecken und wir konnten diese gemeinsam angehen. Beide Busis haben gut darauf angesprochen und wir konnten einiges lösen. Es war eine sehr schöne und interessante Erfahrung. Bei Bedarf werde ich wieder Kontakt aufnehmen. Ich kann sie bestens empfehlen.
Danke dir liebe Irina!
Ich habe mich wunderbar aufgehoben gefühlt bei dir.
Yasmine Hefti
Was tun, wenn ein Kater seine Menschen markiert?
„Hilfe! Mein Kater spritzt auf meine Beine. Und trotz dessen, dass er kastriert ist. Das geht so nicht weiter. Ich habe ihn beim Tierheim angemeldet“.
Ist es der richtige Entscheid, die Katze deshalb wegzugeben? Wegen solchen Fällen werden jährlich leider viele Tiere ins Tierheim gebracht.
Eine Katze tut nie etwas grundlos. Auf jeden Fall möchte sie ihre Menschen auf etwas aufmerksam machen. Sind es vielleicht Schmerzen, die sie im Unterleib empfindet? Mag sie den Duft eines anderen Menschen und eventuell eines anderen Tieres nicht? Erträgt sie das neue Waschmittel nicht? Wurde beim Umstellen der Möbel ein verstecktes Nest kaputt gemacht? Um an die Ursache des Problems zu gelangen, teste ich die Katze kinesiologisch aus. Anschliessend bespreche ich mit dem Tierhalter das weitere Vorgehen und erstelle je nach Ergebnis einen Therapieplan.
Bei diesem Fall ertrug der Kater ein Parfum nicht. Geht hier jemand fremd?